Bereiche, die beim Putzen oft und gerne übersehen werden
Die Wohnung ist geputzt, die Böden glänzen, das Bad riecht frisch. Und trotzdem liegt hinter dem Kühlschrank eine Staubschicht, im Siebkorb des Geschirrspülers stecken Essensreste. Jede Wohnung hat Stellen, an denen der Blick beim Putzen einfach vorbeigeht.
Dieser Ratgeber führt Raum für Raum durch die Bereiche, die beim Putzen oft übersehen werden. Dazu gibt es Tipps, wie Sie sie mit wenig Aufwand in Ihre Routine holen.
Chur, ein Samstag im September. Frau Caduff bekommt ein neues Sofa geliefert und rückt dafür das alte von der Wand ab.
Dahinter liegen Staubflusen, zwei Legosteine und ein Kugelschreiber, den sie seit dem Frühling sucht. Die Sockelleiste ist grau, und auf dem Heizkörper hat sich ein weicher Belag gebildet.
Später öffnet sie aus Neugier den Kühlschrank ganz und zieht die Dichtung zurück. Dort sitzen Krümel und ein schwarzer Rand.
Warum manche Stellen unsichtbar werden
Wir putzen, was wir täglich sehen. Was hinter, unter oder über dem Blickfeld liegt, gerät aus dem Fokus. Dazu kommt, dass viele Stellen nur mit Aufwand erreichbar sind, etwa hinter schweren Geräten.
Gerade dort sammeln sich aber Staub, Fett und Feuchtigkeit. Das kann Gerüche fördern, Oberflächen angreifen und bei Essensresten Ungeziefer anziehen.
Spätestens bei der Wohnungsabgabe rächt sich das. Die Verwaltung schaut beim Abnahmeprotokoll genau in Kühlschrank, Backofen und Dampfabzug, also dorthin, wo im Alltag selten jemand hinsieht.
Die Küche: mehr als Kochfeld und Tisch
Kühlschrank innen, aussen und dahinter
Die Gummidichtung der Kühlschranktür ist ein Sammelbecken für Krümel und Feuchtigkeit. Wischen Sie sie mit warmem Wasser und etwas Abwaschmittel aus und trocknen Sie gut nach. Das Abtauwasser-Loch an der Rückwand sollte frei bleiben.
Hinter und unter dem Kühlschrank liegt oft dicker Staub. Er behindert die Wärmeabgabe, und das Gerät braucht mehr Strom. Ziehen Sie den Kühlschrank vorsichtig vor oder saugen Sie mit einer schmalen Düse.
Küchenschränke und Oberflächen darauf
Oben auf den Oberschränken verbindet sich Kochdunst mit Staub zu einem klebrigen Film. Innen in den Schränken sammeln sich Krümel, Mehl und Zucker. Einmal im Halbjahr lohnt es sich, die Schränke ganz auszuräumen und auszuwischen.
Vergessen Sie die Griffe nicht. Sie werden mit fettigen Fingern angefasst und selten gereinigt.
Spülbecken, Abfluss und Armaturen
Der Abwaschtrog wirkt sauber, solange er glänzt. Unter dem Siebeinsatz und im Überlauf sitzen aber Essensreste und Biofilm. Auch am Fuss der Armatur bildet sich ein Ring aus Kalk und Schmutz.
Ein Schuss Essig oder Zitronensäure löst den Kalk, eine alte Zahnbürste erreicht die Ränder. Bei Naturstein-Abdeckungen verzichten Sie auf Säure.
Haushaltsreinigung bis in die Ecken anfragen
Einmaliger Einsatz, rasche Antwort, Termin meist in 2 bis 5 Tagen
Geräte, die sich selbst nicht reinigen
Geschirrspüler
Der Geschirrspüler reinigt Geschirr, aber nicht sich selbst. Das Sieb am Boden sollte regelmässig herausgenommen und ausgespült werden. Auch die Sprüharme können verstopfen, und an der Türdichtung setzt sich Schmutz ab.
Waschmaschine
Im Waschmittelfach bildet sich ein schwarzer Belag, in der Gummimanschette steht oft Wasser. Lassen Sie die Tür nach dem Waschen offen und wischen Sie die Manschette trocken. Ein heisser Waschgang ohne Wäsche hilft gegen Gerüche.
In vielen Mehrfamilienhäusern teilen sich die Parteien die Waschküche. Die Hausordnung regelt dann meist, was nach dem Waschen zu reinigen ist. Ein Blick ins Flusensieb des Tumblers gehört immer dazu.
Backofen, Dampfabzug und Mikrowelle
Das Fettfilter im Dampfabzug sammelt mehr, als man denkt. Viele Filter dürfen in den Geschirrspüler. In Backofen und Mikrowelle helfen Wasserdampf und etwas Geduld beim Lösen von Spritzern.
Das Wohnzimmer: Textilien und Glas
Fenster mit Rahmen und Falz
Wer Fenster putzt, denkt an das Glas. Rahmen, Falz und Fensterbänke werden dabei oft ausgelassen. Gerade im Falz sammeln sich Staub, tote Insekten und schwarze Flecken.
Teppiche
Staubsaugen holt den groben Schmutz. Tief in den Fasern bleiben aber Feinstaub, Milben und Gerüche. Ein Teppich braucht deshalb ab und zu eine Tiefenreinigung, vor allem mit Kindern und Haustieren.
Polster und Sofas
Auf dem Sofa wird gegessen, geschlafen und gekuschelt. Hautschuppen, Haare und Krümel landen in den Ritzen zwischen den Kissen. Saugen Sie diese mit der Fugendüse aus und lassen Sie Flecken früh entfernen, bevor sie sich festsetzen.
Hinter Möbeln und auf Heizkörpern
Sockelleisten, Heizkörper und die Wand hinter dem Sofa sieht man selten. Ein schmaler Heizkörperpinsel und ein feuchtes Tuch reichen meist. Machen Sie das am besten vor Beginn der Heizsaison, sonst verteilt die warme Luft den Staub.
Das Bad: wo Feuchtigkeit wirkt
Plättli, Fugen und Silikon
Fugen sind rau und saugen Schmutz und Feuchtigkeit auf. Mit der Zeit werden sie grau oder schwarz.
Eine Fugenbürste und ein passender Reiniger machen sie oft wieder deutlich heller. Ist Schimmel im Silikon tief eingedrungen, hilft nur noch das Ersetzen der Fuge.
Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber zur Fugenreinigung.
Duschkopf, Abfluss und WC-Rand
Der Duschkopf verkalkt von innen, der Abfluss sammelt Haare. Unter dem WC-Rand und hinter dem WC sitzt Schmutz, den man nur von unten sieht. Ein Spiegel oder eine Taschenlampe helfen bei der Kontrolle.
Den Duschkopf legen Sie in verdünntes Essigwasser, sofern der Hersteller das zulässt. Danach lösen sich die Kalkpfropfen in den Düsen, und Sie spülen mit klarem Wasser nach. Den Abfluss befreien Sie mit einer Spirale oder einem kleinen Haken von Haaren.
Was täglich angefasst und nie geputzt wird
Lichtschalter, Türgriffe, Fernbedienungen und die Tastatur am Schreibtisch gehen durch viele Hände. Sie sehen sauber aus, tragen aber Fett und Keime von allen Personen im Haushalt. Ein feuchtes Tuch mit etwas Abwaschmittel genügt meist.
Auch Türrahmen, Türblätter auf Griffhöhe und Lampenschirme werden gern vergessen. Im Eingang kommen der Schuhschrank und die Garderobe dazu, wo sich im Winter Streusalz und Splitt sammeln.
Der Putzlappen selbst
Das wichtigste Werkzeug wird am leichtesten vergessen. Ein feuchter Lappen, der tagelang neben dem Abwaschtrog liegt, wird zur Keimschleuder. Er verteilt Bakterien, statt sie zu entfernen.
- Lappen nach Gebrauch auswaschen und trocknen lassen.
- Mehrmals pro Woche bei hoher Temperatur waschen oder ersetzen.
- Für Bad, Küche und WC getrennte Lappen in verschiedenen Farben nutzen.
- Schwämme regelmässig austauschen.
Wie Sie mit Lappen und Tüchern hygienisch arbeiten, erklärt der Ratgeber zum Putzlappen.
Reinigungspartner bei der Haushaltsreinigung
Einmal alles, auch das Versteckte
Abrechnung auf Stundenbasis, Buchung ab 2 Stunden
Putzplan oder Hilfe von aussen
Ein einfacher Plan bringt die vergessenen Stellen zurück in den Alltag. Teilen Sie die Bereiche auf Wochen und Monate auf und haken Sie ab, was erledigt ist. So wird der Kühlschrank nicht nur bei einem Umzug ausgewischt.
- Jede Woche: Griffe, Schalter, Spülbecken samt Sieb und der Putzlappen.
- Jeden Monat: Kühlschrank innen, Sieb des Geschirrspülers, Duschkopf und Sockelleisten.
- Jedes Quartal: Oberschränke, Heizkörper, hinter dem Sofa und Fensterrahmen.
- Jedes Halbjahr: Schränke ausräumen, Kühlschrank abrücken, Fenster mit Falz.
Manchmal ist der Rückstand aber zu gross für den Plan. Dann hilft eine einmalige Haushaltsreinigung, die auch die versteckten Ecken erfasst. Über Mr. Cleaner finden Sie lokale Reinigungspartner, die Schränke, Geräte, Fugen und auf Wunsch Fenster reinigen. Teppiche und Polster lassen sich separat anfragen, sie werden pro m² oder pro Sitzfläche abgerechnet.
Die Haushaltsreinigung wird auf Stundenbasis abgerechnet, die Buchung ist ab 2 Stunden möglich. Bei grösserem Aufwand folgt eine kostenlose Besichtigung mit Offerte zu festem Preis. Mehr dazu auf der Seite zur Haushaltsreinigung.
Fazit: Der zweite Blick macht den Unterschied
Sauber ist eine Wohnung erst, wenn auch die versteckten Stellen sauber sind. Dichtungen, Siebe, Fugen, Falze und der Putzlappen selbst verdienen einen festen Platz im Plan. Wer einmal alles aufholt, hält den Zustand danach mit wenig Aufwand.
Frau Caduff in Chur hat das neue Sofa erst aufgestellt, als die Wand dahinter sauber war. Den Kugelschreiber benutzt sie jetzt für ihren Putzplan am Kühlschrank.
